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Durchbruch für den Sport - LSB begrüßt die Reform der SALVO

 

Es ist geschafft. Am 18. Mai wurde endlich die sogenannte Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) reformiert. Nach neunjähriger intensiver Diskussion zwischen Politik und Sport stimmte der Bundestag einem Vorschlag von Bundesregierung und Bundesrat zu, der die SALVO modernisiert und den Interessenausgleich zwischen Sportaktivität und Immissionsschutz wieder herstellt. Vom neuen Immissionsrecht profitieren in erster Linie innerstädtische Sportvereine. Durch die beschlossene Reform konnten auch dank des Engagements von DFB und DOSB politische Reformblockaden überwunden werden.

Die Modernisierungen von Anlagen, die vor 1991 errichtet wurden, sind künftig rechtlich besser abgesichert. Darüber hinaus werden Richtwerte für Ruhezeiten am Abend und am Wochenende an die üblicherweise tagsüber geltenden Werte angepasst und so um fünf Dezibel erhöht. Schließlich wird die neue Baugebietskategorie „Urbane Gebiete“ in die SALVO eingefügt.  

Auch LSB-Präsident Peter Gösel begrüßt diesen Beschluss als wichtigen Meilenstein, weil er die Wichtigkeit des Sports in der Gesellschaft unterstreicht. „Sportanlagen in Wohngebieten sind ein unbezahlbarer Wert für das gemeinsame Zusammenleben in der Nachbarschaft, ebenso für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsene. Gerade in Ballungsräumen werden Flächen für den Vereinssport immer knapper. Die gesetzliche Überarbeitung trägt zumindest teilweise dem allgemeinen Trend eines zeitlich flexiblen Freizeitverhaltens und den individuellen Bedürfnissen unserer Vereinsmitglieder Rechnung“, so Gösel.

"Die Reform macht Deutschland sportfreundlicher und fördert wohnortnahen Sport“, freut sich auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Leider ist man nicht allen unseren Vorschlägen gefolgt. Insbesondere die fehlende Kinderlärmprivilegierung ist eine Sollbruchstelle. Warum Kinder auf Bolzplätzen anderes behandelt werden wie auf sonstigen Sportanlagen bleibt jedoch ein wenig erfreuliches Rätsel.“ 

Die Neuregelungen fördern die wohnortnahe Sportausübung und erlauben geringere Abstände zwischen Sportanlagen und heranrückender Wohnbebauung. Zudem wird der so genannte Altanlagenbonus rechtlich so ausgestaltet, dass er auch bei der Modernisierung bestehender Anlagen im Grundsatz erhalten bleibt und so zum Beispiel von einem Hart- zu einem Kunststoffrasenplatz gewechselt werden kann, ohne dass deutlich reduzierte Lärmschutzgrenzen geltend werden. Rechtlich verunsicherte Kommunen hatten immer wieder die Nutzung von Fußballplätzen nur deswegen eingeschränkt und sogar untersagt, weil ein neuer Oberflächenbelag aufgetragen wurde. Für Sportstätten variierten die Grenzwerte zwischen 65 Dezibel und 35 Dezibel, je nachdem, ob der Fußballplatz in einem Gewerbe-, Wohn- oder Kurgebiet liegt und zu welcher Zeit gespielt oder trainiert wird. Im neuen „Urbanen Gebiet“ darf es mit 45 bis 63 Dezibel nun etwas lauter sein als in sogenannten Kern- oder Wohngebieten.  Die SALVO-Reform wird in Kürze veröffentlicht und tritt drei Monate nach Verkündung in Kraft. Gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag plant der DOSB eine Informationsveranstaltung zur SALVO Reform.

 
 
 
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