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Ballnacht mit Stimmung, Wehmut und Tanzfieber


Foto: Sascha Fromm
 

Über 1.000 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien sowie Sportfans feierten am 9. April 2017 einen rauschenden und stimmungsvollen Ball des Thüringer Sports. Mit einer faszinierenden Lasershow wurde der diesjährige Ballabend eröffnet. Dabei erstrahlte die Erfurter Messehalle in einer völlig neuen Dekoration. 1.716 Quadratmeter bedruckte Stofffläche mit hohen Säulen und verschnörkelten Torbögen, kombiniert mit sportlichen Elementen, sorgten für einen Ballsaal-Effekt. Von den funktionellen Stahlgerüsten, nüchternen Wandabgrenzungen und kahlen Fußböden der Messehalle war am Ballabend nichts mehr zu sehen. Stattdessen vermittelten 242 laufende Meter Stoff mit einer Höhe von acht Metern und einem Gewicht von 355 Kilogramm ein völlig neues Raumgefühl.

Ehrung der Thüringer Sportler des Jahres

Im Mittelpunkt standen natürlich die Thüringer Sportler des Jahres. Die Gewinner wurden bereits zum Jahresende 2016 in einer gemeinsamen öffentlichen Umfrage des Landessportbundes, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalistenclub ermittelt - nun war es an der Zeit für die offizielle Ehrung. Speerwerfer Thomas Röhler, als Olympiasieger  mit viel Szenenapplaus bedacht, nahm verdientermaßen die Trophäe als Sportler des Jahres in Empfang – und gab nebenbei der verletzten Rodel-Kollegin Dajana Eitberger noch ein paar orthopädische Tipps zum Umgang mit ihrer verletzten Schulter. Gleich ein Trio der Verletzten war es, das den Mannschaftspreis entgegennahm. Torhüterin Jana Krause kam mit Iveta Luzumova und  Szimonette Planeta stellvertretend für die THC-Handballerinnen, die am Nachmittag in Blomberg ran mussten, nach vorn gehumpelt. Kristina Vogel grüßte nur per Videobotschaft aus der Ferne. In Hongkong bereitete sich die Bahnrad-Olympiasiegerin auf die Weltmeisterschaft vor.

Voll wurde es auf der Bühne,  als die Rollstuhlbasketballer der RSB Thuringia Bulls mit komplettem Team den Pokal als Thüringer Behindertensportler des Jahres erhielten. Sie schafften 2016 mit dem Gewinn von Deutscher Meisterschaft, Pokal und Europacup das Triple.

Aufsteiger des Jahres

Einer, dem die Zukunft noch gehört, ist Sebastian Bley, der Aufsteiger des Jahres. Ahnungslos in die Messehalle gekommen, erfuhr der Suhler erst von seinem Glück, als er es im Programmheft las. Trotzdem blieb der überwältigte 21-Jährige, dem in diesem Jahr mit einem starken achten Weltcup-Platz in Oberhof der Sprung in die Nationalmannschaft glückte, auch auf der Bühne auf dem Boden. Ob das nun der Start für eine große olympische Karriere sei, fragte Moderator Peter Rüberg. "Ich weiß es nicht", sagte Bley nur, "das muss man erst sehen."

Wehmut kam auf, als Bobpilot Maximilian Arndt gemeinsam mit jenen zurückblickte, die ihre Laufbahn beendet haben: mit seinem Anschieber Martin Putze, mit Paralympics-Starterin Maria Riedel, die ihre Erfüllung nun in der Arbeit als Kinderpflegerin findet, mit der per Einspieler grüßenden jungen Mama Anja Schneiderheinze.

Ehrenamtliche des Jahres 

Zum dritten Mal im Programm war die Auszeichnung der Thüringer Ehrenamtlichen des Jahres. Die Ehrung selbst blickt auf eine über 20-jährige Tradition zurück, doch selten standen die Geehrten so im Rampenlicht. Der Ball des Thüringer Sports ist eben eine Veranstaltung, an dem die Sportfamilie gemeinsam feiert. Die Auszeichnung als „Thüringer Trainer des Jahres 2016“ ging an Reinhard Morys von Special Olympics Thüringen. Der frührere Leistungssportler hat sich der Arbeit mit geistig und mehrfach behinderten Menschen verschrieben. Während seiner Tätigkeit als Trainer erzielten seine Sportler bei nationalen und internationalen Wettkämpfen erste und zweite Plätze.

Als „Kampfrichter des Jahres 2016“ wurde Holger Hendrich vom RSC Zella-Mehlis ausgezeichnet. Der 58-Jährige leitet nicht nur seit Jahren den Rennrodel-Weltcup in Oberhof und versorgt die Helfer und Kampfrichter mit Listen, Funktechnik und Messgeräten, sondern ist als Kampfrichter auch für den Internationalen Rennrodelverband unterwegs. So ist es für ihn auch längst selbstverständlich, in Vorbereitung des Oberhofer Weltcups Urlaub zu nehmen, um optimale Vorkehrungen zu garantieren.

Den Kristallpokal als „Thüringer Sportorganisatorin des Jahres 2016“ erhielt Käthe Schäffner. Die Vereinsvorsitzende vom SV Aerobic Arnstadt, einem Sportverein mit 214 Mitgliedern, organisiert nicht nur Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen, sondern auch zahlreiche Vereinsveranstaltungen wie den Kinderfasching des Vereins. Zudem beteiligen sich Schäffner und ihr Verein als Mitorganisatoren an vielen externen Events, unter anderem dem Sportfest der Stadtwerke Arnstadt, dem Thüringer Sportabzeichentag in Erfurt oder dem Deutschen Turnfest. Als Stützpunktverein im Programm "Integration durch Sport" des DOSB legt Schäffner großen Wert auf die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.

Volle Tanzfläche mit AnnRed

Neben der Licht- und Lasershow "Ligthflash" sorgen Sarah und Marie mit ihrer Vertikalartistik an Tuch und Ketten garantiert für Staunen beim Ballpublikum. Mit swingenden Tanzrhythmen übergab der TSV Grün-Gold Erfurt mit seinem Auftritt die Tanzfläche an die Ballgäste. Und die zog es umgehend bei bester Stimmung auf das Parkett. AnnRed überzeugte bei ihrer Premiere mit starken Stimmen, virtuosen Geigen-Soli und einem bemerkenswert breiten Repertoire. Wer wollte, konnte die erworbenen Kalorien zudem im Foyer bei den traditionellen Mitmachangeboten abtraineren. Als Moderationsduo überzeugte einmal mehr das Duo Franziska Schenk und Peter Rüberg.

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