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Februar 2017: Landessportbund Thüringen gibt Broschüre zum Umgang mit Rechtsextremismus im Sport heraus

 

Das Projekt Sport zeigt Gesicht! Gemeinsam couragiert handeln des Landessportbundes Thüringen und der Thüringer Sportjugend hat eine neue Broschüre Rechtsextremismus im Sport-Nicht mit uns! herausgegeben. Darin finden Thüringer Sportvereine und Sportfachverbände Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Rechtsextremismus im Thüringer Sport.

Was ist zu tun, wenn Zuschauer am Rande einer Sportveranstaltung diskriminierende und rechtsextreme Äußerungen tätigen? Wie sollen sich Vereinsvorstände verhalten, wenn Vereinsmitglieder der rechtsextremen Szene angehören? Und wie sollte eine Vereinssatzung aussehen, die den Verein vor Rechtsextremismus schützen will? All diese Fragen beantwortet die neue 40-seitige Broschüre. Sie gibt außerdem pädagogische Tipps für Trainer und Übungsleiter im Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen, zeigt Verhaltensmöglichkeiten in Konfliktsituationen und klärt über rechtsextreme Symbole und ihre Bedeutung auf.

„Als wir die erste Auflage der Broschüre vor neun Jahren entwickelt haben, gab es konkrete rechtsextreme Fälle im Thüringer Sport, die uns zu diesem Schritt veranlasst haben. Auch mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten zeigt sich, dass rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen kein Randphänomen sind, sondern in der Mitte der Gesellschaft mobilisiert werden können“, weiß Peter Gösel. „Umso bedeutsamer ist es, dass wir uns gemeinsam der Verantwortung stellen, die Werte des Sports und damit ein demokratisches Miteinander vorzuleben und zu vermitteln“, ergänzt der LSB-Präsident.

In den vergangenen neun Jahren musste sich der Landessportbund Thüringen mehrfach mit rechtsextremen Erscheinungsformen im Thüringer Sport beschäftigen. Unter anderem entschloss sich das LSB-Präsidium 2013 dazu, den Verein „GSV Mach Dich fit Erfurt“ aus den Thüringer Sportstrukturen auszuschließen. Gerade mit Blick auf die Vielschichtigkeit des Themas betont Gösel daher: „Wir dürfen die Sportvereine mit diesem Thema nicht alleine lassen. Ich wünsche mir, dass die in dieser Broschüre gesammelten Anregungen und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit dem Thema Rechtsextremismus im Sport eine gute Hilfestellung für die Thüringer Sportvereine und Sportfachverbände sind. Im Idealfall bewegt die Broschüre einige Vorstände beispielsweise dazu, nach langer Zeit mal wieder einen Blick in die eigene Satzung oder Sportplatzordnung zu werfen und bei Bedarf die notwendigen Veränderungen vorzunehmen.“

Gefördert wurde die Herausgabe der Broschüre durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.

Sportvereine und Sportfachverbände können die kostenlose Broschüre bei Aenne Kürschner vom Landessportbund Thüringen per Mail oder telefonisch unter 0361 34054 91 bestellen.

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